Muster Kündigung des Arbeitsvertrags

Sollten Sie sich dazu entschieden haben, Ihr Arbeitsverhältnis zu kündigen, sollten Sie sich vorab im Klaren darüber sein, welche Schritte notwendig sind. Schließlich wollen Sie alles richtig machen – auch aus rechtlicher Sicht.

Um dabei auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie alle Formalitäten einhalten.
Denn nur so ist gewährleistet, dass Ihre Kündigung im Nachhinein nicht angefochten werden kann oder gar unwirksam ist.

Download: Muster Kündigung Arbeitsvertrag

Erstellen Sie im Handumdrehen eine rechtskräftige Kündigung Ihres Arbeitsverhältnisses anhand unserer kostenlosen Word-Vorlage.

Kurz zusammengefasst – Die wichtigsten Fakten für Ihre Kündigung:

  • Suchen Sie vorab das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber, bevor Sie die Kündigung verfassen.
  • Die Kündigung bedarf der Schriftform.
  • Mündliche Kündigungen sind „Schall und Rauch“
  • Achten Sie auf die im Arbeitsvertrag festgelegte Kündigungsfrist
  • Unterschreiben Sie Ihre Kündigung unbedingt!

Normalerweise wird vor Verlassen des Unternehmens gern ein Arbeitszeugnis verlangt. Darin beschreibt Ihr Arbeitgeber Ihre Tätigkeiten, Ihre Fähigkeiten und Ihren Einsatz während Ihrer Beschäftigung. Sicherlich denken Sie nun, dass Ihr Chef Sie nach Aussprache Ihrer Kündigung schlecht bewerten wird. Um für dieses Arbeitszeugnis noch einen positives Arbeitszeugnis zu erhalten, sollten Sie bis zum vertraglich geregelten Ende Ihres Arbeitsverhältnisses alles geben. Dazu zählen auch saubere Übergaben und Feedbackgespräche.

Kündigungsfristen

Nachdem Sie einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben haben, beginnt in aller Regel Ihre Probezeit. In der Regel dauert diese 6 Monate und mündet in eine Festanstellung oder eine befristete Anstellung bei dem Unternehmen.

Nach Ablauf der Probezeit greit üblicherweise die gesetzliche Kündigungsfrist gemäß § 622 Absatz 1 des BGB.

Das bedeutet: Ihre Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen zum 15. des Monates oder zum Monatsende – abhängig vom Eingangsdatum Ihrer Kündigung.
Je nachdem wie lange Sie im Unternehmen beschäftigt sind, verlängert sich die Frist für die Kündigung seitens Ihres Arbeitgebers. Dafür verantwortlich sind die Absätze 1 und 2 des Paragraphen 622 des BGB.
Ein befristetes Arbeitsverhältnis ist nur dann ordentlich kündbar, wenn dies im Arbeitsvertrag ausdrücklich vereinbart wurde.
Die außerordentliche – also fristlose – Kündigung wegen schwerer Vertragspflichtverletzungen kann im Arbeitsvertrag nicht ausgeschlossen werden.

Sollten Sie Ihren Arbeitsvertrag kündigen wollen und arbeiten bei einem Unternehmen, welches einen Tarifvertrag hat, können unterschiedliche Fristen gelten. Diese können sowohl länger als auch kürzer sein, als das Gesetz in § 622 BGB vorsieht. Manche Tarifverträge sehen einen Sonderkündigungsschutz für besonders schutzwürdige, langjährig beschäftigte Arbeitnehmer vor. Die Kündidung eines solchen schutzwürdigen Mitarbeiters erfordert besondere Voraussetzungen und kann nur dann erfolgen, wenn ein außerordentlicher Grund vorliegt. Sollte für Ihr Arbeitsverhältnis ein solcher Tarifvertrag bestehen, raten wir Ihnen, sich hier genauer zu informieren.