Ein Mann sitzt bei seinem Jobinterview

Jobinterview: Tipps und Hinweise für das Gespräch

Wenn du es bis ins Jobinterview geschafft hast, ist das ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu deinem neuen Job. Denn offensichtlich war der Personaler von deinen Bewerbungsunterlagen derart angetan, dass er dich eingeladen hat. Im Vorstellungsgespräch geht es nun also darum, diesen ersten positiven Eindruck zu bestätigen und wenn möglich sogar zu verstärken. Wie dir das gelingen kann und welche Herausforderungen und typische Fragen auf dich warten, erfährst du hier.

Hürden beim Jobinterview: So überwindest du sie

Die Einladung zum Jobinterview, auf Deutsch auch als Vorstellungsgespräch bezeichnet, ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum neuen Job. Deshalb solltest du besonnen handeln und nicht automatisch davon ausgehen, dass du den Job schon in der Tasche hast.

Das Vorstellungsgespräch ist eben keine reine Formsache, sondern eine Hürde, die du meisten musst. Vor allem dann, wenn du dich auf eine internationale Position beworben hast und das Jobinterview vielleicht sogar auf Englisch abgehalten wird.

Ganz davon abgesehen, dass dein Arbeitgeber in spe vermutlich nicht nur dich zum Vorstellungsgespräch eingeladen hat, sondern noch andere aussichtsreiche Kandidaten. Es geht also darum, gleich von der ersten Minute an einen guten Eindruck bei dem Personaler zu hinterlassen.

Um dich bestmöglich im Jobinterview zu präsentieren, solltest du typische Fehler unbedingt vermeiden:

  1. Fehlende Vorbereitung: Du solltest die wichtigsten Informationen zum Unternehmen parat haben. Gut möglich, dass du gefragt wirst, was du über das Unternehmen weißt. Bereite dich gut vor, in dem du die wichtigsten Daten und Fakten zum Unternehmen lernst.
  2. Floskeln statt Individualität: Der Personaler möchte dich und deine Persönlichkeit im Vorstellungsgespräch kennenlernen. Das gelingt nicht, wenn du Allgemeinplätze aus Bewerbungsratgebern verwendest, statt tatsächlich über dich zu berichten. Konzentriere dich lieber darauf, wirklich individuelle Eigenschaften und deine Motivation für deine Bewerbung zu schildern.
  3. Schlecht über Arbeitgeber reden: Leider kommt es immer noch recht häufig vor: Bewerber reden im Jobinterview schlecht über den ehemaligen Arbeitgeber. Das ist aber ein echtes No-Go, das du dir unbedingt verkneifen solltest. Auch wenn du tatsächlich schlechte Erfahrungen mit deinem ehemaligen Chef gemacht hast, hat das in dem Jobinterview nichts zu suchen. Du erreichst damit nämlich nur, dass du einen schlechten Eindruck bei dem Personaler hinterlässt.

Auf diese 10 Fragen solltest du gefasst sein

Neben den klassischen Fettnäpfchen, die es zu vermeiden gilt, solltest du außerdem auf ganz typische Fragen gefasst sein, die in nahezu jedem Vorstellungsgespräch gestellt werden. Der Vorteil dabei: Wenn du dich schon vorab auf diese Klassiker vorbereitet hast, werden sie dich im Jobinterview nicht überraschen und du machst einen souveränen und gut vorbereiteten Eindruck.

Bereite dich also auf folgenden Fragen vor:

  1. Können Sie uns etwas über sich erzählen?
  2. Wie gehen Sie mit Kritik um?
  3. Wie sieht der ideale Arbeitsplatz für Sie aus?
  4. Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
  5. Nennen Sie bitte jeweils drei Stärken und Schwächen von sich.
  6. Warum sollten wir genau Sie einstellen?
  7. Wie gehen Sie mit Stress und Druck am Arbeitsplatz um?
  8. Welche Rolle im Team übernehmen Sie bei Teamarbeiten?
  9. Wie gehen Sie mit Misserfolg und Rückschlägen um?
  10. Haben Sie Fragen an uns?

Besonders die letzte Frage sollte gut vorbereitet sein, denn sie wird in nahezu jedem Vorstellungsgespräch gestellt. Hier kannst du zeigen, dass du dich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast. Was ebenfalls ein starker Indikator für deine Bewerbung an sich ist. Denn der Personaler wird dir kaum glauben, dass du dich für seine Firma entschieden hast, wenn du über das konkrete Unternehmen nicht viel zu berichten hast.

Im Gegenteil, im Jobinterview könnte so schnell der Eindruck entstehen, dass du dich nur deshalb beworben hast, weil du ganz dringend auf Jobsuche bist – und das sind keine guten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch.

Diese Stärken und Erfolge solltest du nennen

Jetzt haben wir schon zwei große Bausteine behandelt, auf die du dich schon vor deinem Jobinterview vorbereiten kannst. Denk immer daran: Je besser du dich zuhause auf das Gespräch vorbereitet hast, umso weniger Stress und Druck wirst du im eigentlichen Vorstellungsgespräch spüren. Diese Chance solltest du dir also nicht entgehen lassen.

Aus diesem Grund stellen wir nun einen weiteren Baustein vor, der wahrscheinlich in deinem Jobinterview vorkommen wird: deine Erfolge und Stärken.

Deine Stärken hast du vermutlich schon im Anschreiben deiner Bewerbung angesprochen, aber vermutlich hast du nicht alle genannt. Glücklicherweise bekommst du im Jobinterview noch einmal die Gelegenheit, darauf einzugehen.

Hier gilt es, deine Stärken anhand konkreter Beispiele zu belegen. Im Jobinterview sagst du also nicht nur einfach, dass du teamfähig bist, sondern berichtest zum Beispiel davon, dass du in deiner Freizeit Fußball spielst und Kapitän eurer Mannschaft bist.

Ebenso gehst du bei anderen Soft Skills vor. Beispiel: Du bist zuverlässig, weil du jahrelang eure Klassenkasse geführt hast und es dabei nie Probleme gab.

Erfolge im Vorstellungsgespräch angeben

Ähnlich verhält es sich bei den bisherigen Erfolgen, die du unbedingt im Jobinterview nennen solltest. Der Vorteil gegenüber den Stärken: Erfolge lassen sich in der Regel konkret beschreiben – zum Beispiel, wenn du den Umsatz bei deinem vorherigen Arbeitgeber gesteigert hast.

Jedoch ist es auch bei den Erfolgen wichtig, dass sie eine Relevanz für deinen potenziellen Arbeitgeber haben. Damit demonstrierst du wiederum, dass du dich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast und nicht nur wahllos deine Erfolge aufzählen möchtest.

Das Auftreten im Jobinterview: Darauf solltest du achten

Im Jobinterview sind die meisten Bewerber aufgeregt. Das ist auch ganz natürlich, schließlich ist das Jobinterview vermutlich deine einzige Chance, an den Job bei dem Arbeitgeber zu kommen. Wenn es sich dabei wirklich um deinen Traumjob handelt, ist der Druck entsprechend groß.

Natürlich wissen auch Personaler, dass Bewerber im Jobinterview aufgeregt sind.

Trotzdem musst du natürlich sehr gut vorbereitet ins Gespräch gehen. Das gilt übrigens auch in Bezug auf deine eigenen Bewerbungsunterlagen. Es darf nicht so weit kommen, dass dir der Personaler eine Frage zu deinem Lebenslauf stellt und du im ersten Moment gar nicht weißt, was er von dir wissen möchte.

Ebenso fatal sind falsche Angaben in deinem Lebenslauf, die im Jobinterview auffallen. Schreibst du zum Beispiel davon, dass du fließend Englisch sprichst, kann es passieren, dass der Personaler ins Englische wechselt und einige Passagen des Jobinterviews in dieser Sprache abhalten möchte.

Kannst du dann nicht antworten, dürften deine Jobaussichten rapide sinken. Überprüf daher unbedingt vorab, ob die Angaben in deinen Bewerbungsunterlagen auch wirklich der Wahrheit entsprechen. So vermeidest du schlimme Fettnäpfchen. Und das ist ein wichtiger Schritt, wenn du das Jobinterview erfolgreich meistern möchtest.

Bildnachweis: tsyhun / Shutterstock.com


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