So vermeidest Du häufige Fehler im Lebenslauf

Du hältst zum wiederholten Mal eine Absage des Arbeitgebers in Deiner Hand. Dabei warst Du Dir so sicher, dass Dein Lebenslauf überzeugen wird. Leider erfährst Du den wahren Grund für die Absage nicht. Die Unternehmen liefern Dir keine detaillierte Begründung aus juristischen Gründen. Wir wissen aus Gesprächen mit verschiedenen Personalverantwortlichen, was der Grund für eine Absage sein kann. Zum Beispiel werden fehlerhafte Bewerbungen sofort aussortiert und landen auf dem Stapel mit der Aufschrift „Absage“. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob der Bewerber geeignet sein könnte und seine Qualifikationen ausreichen. Besonders im Lebenslauf können sich viele kleine Fehler unbemerkt einschleichen. Diese Fehler können Dich Deinen Traumjob kosten. Daher lautet unsere erste Empfehlung: akribische Kontrolle! Eins bleibt Dir garantiert: Du sparst Dir den Ärger, wenn Du den Fehler nicht nach dem Abschicken entdeckst, denn dann ist es leider zu spät. Daher solltest Du auf folgende Fehler achten und sie vermeiden.

Fehler Nr. 1 – Zeitliche Lücken im Lebenslauf

Du findest „Mut zur Lücke“ gut und lässt das halbe Jahr Arbeitslosigkeit einfach aus. Die Personalverwalter besitzen ein geschultes Auge und erkennen solche Sachen sofort. Aus diesem Grund empfehlen wir lieber alle Zeiträume wahrheitsgemäß auszufüllen und weniger Lücken stehen zu lassen.

Tipp: Wenn Du eine lange Zeit ohne Arbeit warst und während dieser Zeit z.B. eine Fortbildung absolviert hast, solltest Du das unbedingt in Deinem Lebenslauf angeben. So kannst Du z.B. die unschönen Worte „arbeitssuchend“ durch „Fortbildung“ ersetzen.

Fehler Nr. 2 – Die Struktur ist ein Fremdwort

Ist Dein Lebenslauf unstrukturiert, ist er schwer lesbar und das ist ein grober Fehler. Der Personaler wird ebenfalls keine Lust haben sich in Deinen Lebenslauf zu vertiefen, um etwas von Deinem Arbeitsleben zu verstehen. Somit landet Dein Lebenslaufsehr schnell im Korb.

Aus diesem Grund sollte Dein Lebenslauf immer einheitlich formatiert und gut strukturiert sein. Dabei müssen die Überschriften immer gleich groß sein. Bei den Fließtexten ist es wichtig, dass der Zeilenabstand immer gleich bleibt.

Fehler Nr. 3 – Deine Rechtschreibung überzeugt Dich zu sehr

Egal wie sehr Du Dich auf eine saubere Rechtschreibung konzentrierst, Buchstabendreher werden sich trotzdem einschleichen. Die Personaler sehen solche Rechtschreibfehler als ein Indiz für unsaubere Arbeit und werfen Dir mangelnde Sorgfalt vor.

Daher solltest Du nicht nur auf die Autokorrektur von der Schreibsoftware achten, sondern Deinen Lebenslauf gründlich durchlesen, bevor Du ihn einreichst. Darüber hinaus kannst Du jemanden bitten, Deinen Lebenslauf zu lesen und auf Fehler zu überprüfen.

Fehler Nr. 4 – Dein Motto lautet „besser ist zu viel, als zu wenig“

Dem Personaler wird die Arbeit nur erschwert, wenn er sich Deinen Lebenslauf mehrmals durchlesen muss, um das Wichtigste zu finden. Zum Beispiel sind die Berufe Deiner Eltern für Deinen Lebenslauf irrelevant. Außerdem interessiert sich niemand für Deinen Notendurchschnitt in der Grundschule oder Deine seit Jahren bestehende Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio.

Lese alles sorgfältig vor Abgabe durch und filtere die Informationen raus, die für den Personaler relevant sein könnten. Gehe lieber detaillierter auf die beruflichen Qualifikationen ein und lasse solche unwichtigen Details, wie bereits oben erwähnt aus.

Fehler Nr. 5 – Du hast einen Standardlebenslauf für alle Bewerbungen

Viele Bewerber nutzen ein und denselben Lebenslauf für alle Bewerbungen. Natürlich kann das eine Menge Zeit sparen. Allerdings fällt das dem Personaler direkt ins Auge und er erkennt, dass die Bewerbung in Eile verfasst wurde.

Natürlich wird es Dich Zeit kosten, wenn Du Dich ausgiebig mit der Erstellung Deiner Bewerbung beschäftigst. Es ist aber immer gut einen Bezug zu der ausgeschriebenen Stelle herzustellen. Sind bei der ausgeschriebenen Stelle z.B. Managementkenntnisse gefragt, wäre es schlau, Deine Führungserfahrungen in Vordergrund zu stellen.

Fehler Nr. 6 – Du hebst Deine Erfolge nicht hervor

Die Berufserfahrung ist sehr wichtig. Allerdings kann sie nicht viel über Deine Leistung aussagen. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, dass Du Deine Erfolge präsentierst. Hebe zum Beispiel interessante Projekte hervor, die Du geleitet oder an denen Du teilgenommen hast.

Folglich kann der Personaler sehen, dass Du effizient und eigenständig arbeiten kannst. Außerdem erkennt er, dass Du die erforderlichen Kenntnisse mitbringst und z.B. ein Team leiten kannst.

Fehler Nr. 7 – Du trägst gern zu dick auf

Deine französischen Sprachkenntnisse reichen höchstens aus, damit Du im Frankreichurlaub die Speisekarte lesen kannst. Trotzdem gibst Du an, dass Du die Sprache fließend beherrschst. Fügst Du als Anlage keinen Nachweis über Deine Sprachkenntnisse (zum Beispiel ein Diplom von einem Sprachkurs) hinzu, sind diese Informationen irrelevant. Der Personaler runzelt sich nur die Stirn und wird spätestens im Vorstellungsgespräch auf Deine Sprachkenntnisse zu sprechen kommen.

Du solltest auf jeden Fall Deine Fähigkeiten präsentieren und nicht verstecken. Allerdings solltest Du auch realistisch bleiben und nicht übertreiben, wenn Deine Angaben nicht der Wahrheit entsprechen.

Fehler Nr. 8 – Du lebst gern gefährlich

Du gibst in Deinem Lebenslauf an, dass Du gerne an Motorradrennen teilnimmst und erhoffst dadurch den Personaler zu begeistern? So ist es allerdings nicht, denn ein Hobby mit großen Verletzungsrisiken bedeutet, dass Du öfters wegen einer Verletzung nicht zur Arbeit erscheinen wirst. Das schreckt vielmehr die Arbeitgeber ab, als es sie begeistert.

Es ist vom Nutzen, wenn Du Hobbys erwähnst, welche sich für die ausgeschriebene Stelle eignen. Wenn Du z.B. in Deiner Freizeit programmierst und Dich als IT-Manager in einem Unternehmen bewirbst, ist es sinnvoll dieses Hobby zu erwähnen. So steigerst Du Deine Chancen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Fehler Nr. 9 – Dein Lebenslaufs platzt auf allen Nähten

Du hast sehr viel erlebt und deswegen platzt Dein Lebenslauf fast aus allen Nähten. Allerdings verfügt ein Personaler nicht über die Kapazitäten, um einen fünfseitigen Lebenslauf durchzulesen. Außerdem macht es auch nicht sonderlich Spaß mehrere Seiten Lebenslauf durchzugehen. Egal wie viel Berufserfahrung Du hast – zwei DIN-A4-Seiten müssen vollkommen reichen, um alles mitteilen zu können.

Auf diese Weise lernst Du Dich kurz und präzise zu fassen und schreibst nicht um den heißen Brei herum.

Fehler Nr. 10 – Du zeigst Deine Entwicklung nicht auf

In Deinem Lebenslauf gehst Du ausführlich auf die letzte oder die aktuelle Stelle ein. Jedoch fehlen vollständig die Angaben zu Deiner persönlichen Weiterentwicklung. Wenn Du beispielsweise einen Sprachkurs besucht hast, solltest Du auch Nachweise erbringen können. Daher empfehlen wir die Zusatzqualifikationen aufzuheben, damit Du sie bei Bedarf vorlegen kannst.