Ein Mann zeigt auf seine Armbanduhr, was ist Pünktlichkeit?

Pünktlichkeit: Definition und Tipps

„Pünktlichkeit ist eine Zier“ – so lautet ein leicht angestaubtes Sprichwort. Es enthält jedoch auch ein Körnchen Wahrheit, denn Pünktlichkeit schätzen die meisten Menschen an ihrem Gegenüber. Das gilt sowohl privat als auch beruflich. Bei der Bewerbung kann Pünktlichkeit unter anderem darüber entscheiden, ob du den Job bekommst oder nicht. Wir haben Tipps für dich, wie du Pünktlichkeit lernen kannst.

Definition Pünktlichkeit: Was versteht man darunter?

Pünktlich ist jemand, der zum vereinbarten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort erscheint oder bis zum Ende der Deadline die entsprechende Aufgabe erledigt hat. Pünktlichkeit zeigt, dass man eine verlässliche Person ist. Manche sehen Pünktlichkeit sogar als Ausdruck von Respekt und empfinden im Gegensatz dazu Unpünktlichkeit als respektlos.

Welcher Stellenwert der Pünktlichkeit eingeräumt wird, hängt ganz wesentlich von der jeweiligen Kultur ab. Manche Menschen finden es überhaupt nicht schlimm, wenn man deutlich zu spät kommt. Sie setzen andere Prioritäten und achten weniger auf vorher vereinbarte Pläne und Zeiten. Für sie ist Flexibilität wichtiger. Der eher flexible Umgang mit Pünktlichkeit kann jedoch gerade im Zusammenspiel mit pünktlichen Menschen auch Konflikte auslösen.

Pünktlichkeit in Deutschland

Deutschland ist bekannt für seine Pünktlichkeit. Verspätungen werden mitunter als Mangel an Professionalität aufgefasst und können daher vor allem im Geschäftsleben negative Konsequenzen haben.

Mitarbeiter oder Auftragnehmer, die vereinbarte Termine nicht einhalten, haben es schwer. Die wenigsten Vorgesetzten oder Auftraggeber sind von einem derartigen Verhalten begeistert. So wird eine unpünktliche Person häufig nicht nur als unhöflich, sondern auch als unzuverlässig wahrgenommen.

Pünktlichkeit spielt in Deutschland aber nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich eine Rolle. Auch im öffentlichen Nahverkehr oder bei Veranstaltungen wird viel Wert auf Pünktlichkeit gelegt.

Pünktlich, aber nicht überpünktlich

Um sicherzugehen, dass man nicht zu spät zu einem Termin erscheint, hat es sich in vielen Bereichen eingebürgert, lieber einige Minuten vor der vereinbarten Zeit zu erscheinen.

Wer deutlich zu früh zu einem vereinbarten Termin erscheint, muss jedoch damit rechnen, dass dies nicht unbedingt als positiv angesehen wird.

Beispiel: Du bist um 15 Uhr mit deinem Kollegen zu einem Meeting verabredet, um die aktuellen Ergebnisse für die anstehende Präsentation zu besprechen. Dein Kollege schlägt jedoch schon um 14:30 Uhr bei dir im Büro auf. Zu dem Zeitpunkt bist du mit deiner Vorbereitung aber noch nicht fertig. Was machst du nun? Du kannst entweder deine Arbeit unterbrechen oder deinen Kollegen bitten, dein Büro zu verlassen und zur vereinbarten Zeit wiederzukommen. Beides ist für die meisten Menschen eine unschöne Situation.

Übertriebene Pünktlichkeit führt also letztlich ebenfalls dazu, dass man sich nicht gerade beliebt macht. Ein gesundes Mittelmaß ist daher gefragt. Für die Pünktlichkeit in Deutschland liegt dieses Mittelmaß bei ungefähr fünf bis zehn Minuten. Abhängig davon, um welchen Termin es sich handelt, ist diese Zeitspanne angemessen, um früher zu erscheinen.

Pünktlichkeit am Arbeitsplatz: Was sie bedeutet

Pünktlichkeit am Arbeitsplatz sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Vor allem, wenn es um eine Bewerbung geht. Bewerber, die zu einem Vorstellungsgespräch zu spät erscheinen, dürften es im weiteren Verlauf der Bewerbung sehr schwer haben.

Daher ist vor allem zu Beginn der Arbeitsbeziehung unbedingt auf Pünktlichkeit zu achten. Natürlich sollten Arbeitnehmer auch nach einer erfolgreichen Bewerbung darauf achten, dass sie immer pünktlich am Arbeitsplatz erscheinen und auch darüber hinaus zuverlässig sind. Das ist entscheidend für ein gutes Arbeitsverhältnis.

Pünktlichkeit gilt als Selbstverständlichkeit im Beruf. Wer im Arbeitszeugnis nur mit Pünktlichkeit glänzen kann, dürfte keinen guten Job gemacht haben, denn Pünktlichkeit ist die Minimalanforderung an Arbeitnehmer.

Pünktlichkeit lernen: So klappt es

Falls du eher zur Unpünktlichkeit tendierst, kannst du daran arbeiten, pünktlicher und damit auch zuverlässiger zu werden. Folgendes kann dir dabei helfen:

  1. Selbstreflexion: Was ist der Grund für deine Unpünktlichkeit? Solltest du mal wieder zu spät zu einem Termin erscheinen, versuche, zu ergründen, woran es gelegen hat. Nur wenn du die Gründe kennst, kannst du daran auch etwas ändern.
  2. Zeitmanagement: Stellst du fest, dass du dazu neigst, den zeitlichen Aufwand für Dinge falsch einzuschätzen, kannst du daran ganz hervorragend arbeiten. Es gibt nämlich eine Vielzahl an Methoden und Techniken, um das eigene Zeitmanagement zu optimieren und damit den (Arbeits-)Tag produktiver zu gestalten. Auf unserer Seite findest du hervorragende Methoden zum Zeitmanagement, um Prioritäten richtig zu setzen und Stressresistenz zu erlernen.
  3. Vorplanen: Du möchtest einen schnellen Tipp, ohne viele Methoden und Techniken auszuprobieren? Dann versuche doch einmal Folgendes: Schreibe dir abends auf, welche Aufgaben du am nächsten Tag unbedingt erledigen musst. Vielleicht fällt dir schon während des Schreibens auf, dass sich auf deiner Liste Aufgaben finden, die viel Zeit kosten oder die du nicht gern erledigst. Aufgaben, vor denen du dich eigentlich drücken möchtest, solltest du so schnell wie möglich am nächsten Morgen angehen. Es zeigt sich nämlich, dass wir einen beachtlichen Motivationsschub bekommen, wenn wir genau diese Aufgaben sofort am Morgen erledigen, statt sie aufzuschieben und uns Ausreden auszudenken, warum wir das Thema (noch) nicht angehen können.
  4. Belohnungen: Der Mensch ist nicht nur ein Gewohnheitstier, sondern er reagiert auch unglaublich gut auf Belohnungen. Und genau das solltest du nutzen, wenn du deine Pünktlichkeit optimieren möchtest. Jedes Mal, wenn es dir gelungen ist, pünktlich zu einem Termin zu erscheinen oder eine Deadline einzuhalten, solltest du dich belohnen. Mit der Zeit wirst du die Belohnung immer wieder haben wollen, was dich dazu bringt, pünktlich zu sein. Natürlich sollte es kein Dauerzustand werden, dass du dich für jeden eingehaltenen Termin belohnst. Du kannst es aber durchaus für die erste Zeit nutzen, bis du dich daran gewöhnt hast, pünktlicher zu sein.

Bildnachweis: Just dance / Shutterstock.com


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