Erfolgreich präsentieren im Assessment Center

Selbstpräsentation und Themenpräsentation gehen im Assessment Center Hand in Hand. Der zukünftige Arbeitgeber will Hard- und Soft-Skills testen und schauen, ob das Bewerbergesamtpaket in sein Unternehmen passt. Wie also gelingt die Präsentation eindrucksvoll? Was muss bei der Vorbereitung beachtet werden und mit welchen Mitteln kann die Präsentation sinnvoll unterstützt werden?

Selbstbewusst, authentisch und kompetent

Diese drei Wörter sollten den Zuhörern sofort einfallen, wenn sie der Präsentation lauschen. Selbstbewusstsein lässt sich durch eine natürliche Körpersprache, einen offenen Blickkontakt zum Publikum sowie passende Mimik demonstrieren. Authentisch wird der Bewerber indem er auf übertrieben auswendiggelernte Rhetorik verzichtet. Gestik und Gesichtsausdruck sollten die eigene Haltung zum Thema widerspiegeln und gleichzeitig Begeisterung, Besorgnis oder andere angebrachte Emotionen zeigen. Kompetenz zeigt sich in der Sprachgeschwindigkeit, flüssigen Sätzen sowie intelligent eingebauten Pausen. Der Inhalt muss auf den Punkt gebracht werden und natürlich muss die Visualisierung ohne Verhaspeln gelingen.

Das will der Personaler mit dem Assessment-Center Vortrag testen

In erster Linie geht es darum, ob der potentielle Mitarbeiter über fachliches Knowhow verfügt. Gleich daneben gesellen sich didaktische Fähigkeiten und die Gabe, organisatorisch-analytisch zu arbeiten. Wie locker kann die Person vor fremden Menschen in einer Stresssituation agieren? Ebenfalls im Fokus steht die Frage danach, wie schnell und gut die Auffassungsgabe ist. Es gibt zwei Aufgabentypen: Den Vortrag, indem es hauptsächlich um die inhaltliche Darstellung eines Themas geht und die Präsentation, welche knackig gestaltet sein sollte und in der durchaus Pros und Contras erwähnt werden dürfen.

Tipp: Immer, wenn das Aufzeigen von Vor- und Nachteilen gefragt wird, darf gerne am Ende die eigne Meinung kundgetan werden. Ausnahme: kontroverse, politische Themengebiete.

Ablauf einer Präsentation im Assessment-Center

Neben der Aufgabenstellung werden dem Bewerber auch verschiedene Präsentationshilfsmittel zur Verfügung gestellt, die zur Untermalung des Gesagten und für eine bessere Visualisierung herangezogen werden können. Darauf folgt eine Vorbereitungszeit von 15 bis 30 Minuten. Teils verlangen die Prüfer am Ende ein Handout oder einen Bericht.

Wie die Präsentation visualisieren?

Eine PowerPoint-Präsentation reizt das Publikum kaum noch, darum bietet sich die parallele Erarbeitung von Grafiken, Clustern oder Spiegelstrichlisten auf dem Flipchart oder dem Whiteboard an. Die Zuhörer scheinen interaktiv einbezogen und können dem Erarbeiteten folgen. Dabei unbedingt darauf achten nur das aufzuschreiben, was bereits wörtlich erwähnt wurde.

Tipp: Kleine Bleistiftskizzen auf den Flipchartblättern dienen als Spickzettel.

So wird das Flipchart effektiv genutzt:

  • Kräftige Farben und große Druckschrift sorgen für Übersichtlichkeit
  • Diagramme und Grafiken werden einfach gehalten
  • Stichworte, niemals ganze Sätze
  • Pro Seite nicht mehr als zehn Worte

Tipp: Wer bunte Karteikarten zur Hand bekommt, kann diese verwenden, um eine Pinnwand neben der Flipchart aufzubauen, die am Ende der Präsentation das Gesamtergebnis auf einen Blick präsentiert.

Im Idealfall holt der Sprecher sein Publikum auf seinem Stand ab, leitet es mit dem Vortrag gezielt zum Ergebnis und schließt mit einer Aussicht, Hypothese oder Meinung. Um sich nicht in Details zu verlieren, ist das Brainstorming sowie die Sichtung und Differenzierung von Informationen essentiell.

Übrigens: Für eine gelungene Präsentation im Assessment-Center zählt immer die Kombination aller Faktoren. Letztendlich müssen Bewerber am Ende einen sympathischen und kompetenten Eindruck erwecken. Doch Vorsicht: Wer den Eindruck vermittelt, bereits alles zu wissen und nicht kritikfähig zu sein, hat trotz gelungenem Vortag verloren.