Überzeugen im Vorstellungsgespräch: Langweilen Sie nicht!

Überzeugen im Vorstellungsgespräch: Langweilen Sie nicht!

Sie haben es in ein Vorstellungsgespräch geschafft und wollen nun auf ganzer Linie überzeugen.
Machen Sie sich bereits vorher klar, welche Fragen Ihnen im Vorstellungsgespräch gestellt werden und berücksichtigen Sie auch unsere Tipps, um im Gespräch zu überzeugen.
Nichtsdestotrotz, sendet jeder Mensch – gerade in Stresssituationen, wie in einem Vorstellungsgespräch – eindeutige Signale aus. Und nicht alle dieser Signale sind positiv.
Wir geben Ihnen hier ein paar Tipps, die Sie davor schützen, Langeweile im Vorstellungsgespräch zu verbreiten.

Die Körpersprache des Gegenübers lesen zu können, beherrschen nicht viele. Doch es lohnt sich gerade hier, nach den ersten Anzeigen für Langeweile Ausschau zu halten.
Auf der anderen Seite hilft es Ihnen auch, wenn Sie Ihre Körpersprache kennen und beherrschen.

Ihr Gegenüber ist im Vorstellungsgespräch „kurz angebunden“

Jeder von uns kennt dieses Signal. Sollte Ihr Gegenüber nur noch knappe Antworten geben oder gar nur noch „ja“ oder „hm“ antworten, müssen bei Ihnen die Alarmglocken schrillen.
Es scheint, dass der Gesprächspartner bereits mit Ihnen und Ihrer Bewerbung abgeschlossen hat und gedanklich bereits im nächsten Gespräch ist.

Ihr Gegenüber wendet sich im Vorstellungsgespräch ab

Die Körpersprache lügt selten. Sobald Ihr Gegenüber seinen Körper abwendet oder seinen Blickkontakt zu Ihnen nicht mehr hält, könnten dies erste Anzeichen davon sein, dass Sie ihn langweilen.
Außerdem zeugt das Abwenden oftmals von Sympathieverlust oder fehlendem Interesse. Seien Sie bemüht, Ihrerseits die Körpersprache so zu gestalten, dass Sie zu jeder Zeit Interesse bekunden.
Halten Sie den Blick und vermeiden Sie es, die Arme vor dem Körper zu verschränken.

Ihr Gegenüber blinzelt auffällig oft im Vorstellungsgespräch

Unser Körper ist so programmiert, dass wir etwa alle 20 bis 30 Sekunden blinzeln, um unsere Augen durch die Tränenflüssigkeit von Schmutz zu befreien.
Dies ist ein körperlicher Reflex, dem man nur sehr selteb Beachtung schenkt. Allerdings können auch hier erste Anzeichen für Langeweile enttarnt werden.
Jemand, der aktiv ist, blinzelt häufiger als jemand, der inaktiv oder gelangweilt ist.
Sie hatten bestimmt schon einmal das Gefühl, dass Ihr Gegenüber diesen leeren Blick hat? Achten Sie darauf, wie häufig er in diesen Situationen blinzelt.
Sie werden erstaunt sein, wie häufig wir andere langweilen.

Ihr Gegenüber unterbricht Sie im Vorstellungsgespräch

Es ist ein Zeichen gegenseitigen Respekts, sich aussprechen zu lassen. Sollte Ihr Gegenüber Sie unterbrechen, kann das entweder fehlender Respekt sein oder aber er will Ihnen sagen: „Kommen Sie auf den Punkt.“
Sollte Ihnen dies in einem Vorstellungsgespräch passieren, werfen Sie bitte nicht gleich die Flinte ins Korn oder geben Sie das Gespräch ab. Immerhin zeigt Ihr Gegenüber Ihnen, dasser weiterhin Interesse
an Ihnen hat, Sie ihm nur etwas zu langsam mit den Ausführungen sind.

Ihr Gegenüber stellt im Vorstellungsgespräch einfache Rückfragen

Es ist Teil einer guten Unterhaltung, dass man gegenseitig Rückfragen zu den Ausführungen stellt. Doch auch in diesen Rückfragen können Anzeichen von Langeweile verborgen liegen.
Sollte Ihr Gesprächspartner Sie beispielsweise nur mit einfachen Rückfragen löchern, machen Sie sich klar, dass Sie nun am Zug sind, etwas Interessantes zu erzählen.
Eine einfache Frage Ihres Gegenübers könnte beispielsweise sein: „Und wie haben Sie reagiert?“
Generell gilt: Je einfallsloser die Frage, desto gelangweilter der Gesprächspartner.

Ihr Gegenüber gähnt im Vorstellungsgespräch

Viele Menschen denken, dass das Gähnen im Vorstellungsgespräch ein absolutes No-go sind. Allerdings vergessen wir viel zu häufig die Ursache des Gähnens: Unserem Gehirn fehlt der Sauerstoff.
Sollte Ihnen also der vermeintliche Fauxpas passieren und Sie gähnen im Vorstellungsgespräch, dann sagen Sie ganz offen heraus: „Macht es Ihnen etwas aus, wenn wir das Fenster öffnen?“
Seien Sie jedoch auf der Hut: Wenn Ihr Gegenüber gähnt und zudem weitere der oben aufgeführten Signale zeigt, dann ist vermutlich nicht der Sauerstoffmangel die Ursache, sondern Sie.

Wie soll ich diese Langeweile dann aufbrechen?

Nun fragen Sie sich bestimmt, wie Sie reagieren können, wenn Ihr Gegenüber eine oder mehrere dieser Signale zeigt.
Versuchen Sie einfach, Ihn direkt damit zu konfrontieren: „Sagen Sie bitte Bescheid, wenn ich Sie langweile.“ oder „Langweile ich Sie?“
Das zeigt, dass Sie die Situation einschätzen können und bereit sind, etwas an Ihrem Verhalten zu ändern.

Auch nach dem Vorstellungsgespräch professionell bleiben

Sollten Sie das Vorstellungsgespräch mit Bravour gemeistert haben, ist das ein Grund zur Freude. Vermeiden Sie es allerdings, mit dieser Freue gleich herauszuplatzen!
Schon so manch ein Kanditat hat sich nach erfolgreichem Vorstellungsgespräch noch um Kopf und Kragen geredet, weil seine Emotionen ihn überwältigt haben.
Zwar schadet es nicht, den ein oder anderen Witz während oder nahc dem Gespräch kundzutun. Doch vermeiden Sie es, anügliche oder gar politische Themen offen anzusprechen.
Bleiben Sie ruhig und professionell.