Wie Sie als Bewerber punkten

Seit 1998 unterstützt Inplace Menschen in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung. Die Beratungsangebote des Unternehmens für Personalmanagement sowie die angebotenen Seminare helfen in der Phase der beruflichen Neuorientierung und machen fit für die aktuellen Aufgaben im Unternehmen. Inplace ist in mehreren Städten in Deutschland vertreten, darunter Hamburg, Berlin und Frankfurt.

Ganz nach dem Motto

Einen Arbeitsplatz finden, heißt sich selbst finden.

bietet das Unternehmen dem Arbeitsplatzsuchenden ein breites Spektrum an unterschiedlichsten Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln.

Wir haben uns einen exklusiven Termin mit dem Geschäftsführer von Inplace geholt und mit ihm über die Feinheiten und die Chancen während des Bewerbungsprozesses gesprochen. Stephan Dahrendorf blickt auf mehr als 16 Jahre Berufserfahrung im HR Umfeld zurück. Unter seinen bisherigen Stationen befinden sich nachhafte Unternehmen wie AOL und XING.

Was macht eine gute Bewerbung aus?

Eine gute Bewerbung informiert den Leser über den Werdegang der Bewerberin oder des Bewerbers. Die Information ist vollständig, gut strukturiert und (rückwärts) chronologisch geordnet. Sie enthält alle erforderlichen Stichworte, aber nicht alle denkbaren Informationen. Das macht den Leser neugierig.

Nehmen sich Personaler zu wenig Zeit für die Sichtung einer Bewerbungsmappe?

Aus Sicht von Bewerbern: Ja. Aus der Sicht von Personalern: Nein. Bewerber geben sich große Mühe mit ihrer Bewerbung und hoffen, dass das Unternehmen diese Mühe würdigt. Das tut es aber nicht. Denn Personaler haben viele Bewerbungen auf dem Tisch und müssen sie zügig sichten und bewerten. Der Personaler denkt effizient und weiß es zu schätzen, wenn Bewerber das bedenken.

Wie kann der Bewerber mit der Bewerbung punkten?

Inhaltlich: Mit dem erkennbaren und konkrete Bezug zu den Anforderungen, die in der Stellenausschreibung formuliert sind. Deutlich werden sollte die Motivation für die Bewerbung: Warum ist der geplante nächste Schritt logisch?
Äußerlich: Ein professionell erstelltes Foto, eine sachliche Darstellung der erforderlichen Informationen, ein zur Stelle und zur Person passendes Maß an Kreativität und Originalität bei der Gestaltung der Unterlagen.

Formal: Mit der Anwendung eines leserfreundlichen, übersichtlichen Standards, mit vollständigen Angaben und mit einfacher Sprache. Wiederholungen und Übertreibungen helfen nicht.

Welchen Tipp würden Sie einem Bewerber geben, um aus der Masse hervorzustechen?

Erstaunlich viele Bewerbungen passen nicht auf die Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle. Es sticht deshalb jede Bewerbung heraus, die dem Leser die geforderten Kompetenzen aufzeigt. Das erfordert eine genaue Auseinandersetzung mit der Stellenausschreibung und mit dem Unternehmen und verlangt eine Anpassung der Unterlagen an die jeweilige Stelle.

Lebenslauf – das wichtigste Instrument?

Ja, eindeutig. Es gibt noch einige Personaler, die dem Anschreiben die größere Bedeutung zumessen, nach dem Motto, wer dort Fehler einbaut oder nicht originell genug schreibt, dessen CV lese ich nicht. Die meisten Personaler sind aber heute der Ansicht, dass niemand für das Entwickeln eines guten Anschreibens eingestellt wird, sondern wegen der bisher erworbenen Qualifikationen und Erfahrungen. Und die ergeben sich aus der Darstellung des bisherigen Werdegangs, also dem Lebenslauf.

Verkaufen sich Bewerber unter Wert?

Die einen so, die anderen so: Der Wert des Bewerbers bestimmt sich aus seinen Kompetenzen und seiner Motivation. Beides muss in der schriftlichen Bewerbung gut rüberkommen und im Bewerbungsgespräch unterfüttert werden. Sich selbst unter Wert zu verkaufen, also Erfahrungen, Talente oder Motive zu verbergen, ist ungeschickt. Sich selbst überzuverkaufen, ist aber nicht weniger schädlich für den Erfolg der Bewerbung.

Gutes Selbstmarketing ist einer der wichtigsten Aspekte für eine erfolgreiche Bewerbung. Wir bei Inplace bieten regelmäßig Seminare zu diesem Themengebiet an: Bewerbungstraining I, Bewerbungstraining II und Bewerbungstraining III.

Was sind die absoluten No-go´s bei der Bewerbung?

Serienbewerbungen mit Textbausteinen aus dem Internet, die nicht individuell auf das Unternehmen und die Aufgabe zugeschnitten sind, oder die Nutzung von Bewerbungsgeneratoren.

Wie können Bewerber im Gespräch punkten?

Mit guter Vorbereitung: Was kann ich über das Unternehmen, seinen Markt und seine Situation in Erfahrung bringen? Was sagt mir XING über meine Gesprächspartner? Wie passen meine Erfahrungen zu den Anforderungen der Stelle? Welche konkreten Beispiele aus meinem Werdegang möchte ich vorstellen? Wie soll, wenn ich es steuern könnte, das Gespräch verlaufen? Und dann spielen natürlich die Fragen der Bewerber eine Rolle. An interessanten Fachfragen stellen die Personaler und Führungskräfte fest, ob Bewerber wirklich kompetent sind.

Initiativbewerbung – ein gern gesehenes Mittel?

Im Prinzip ja. Aber die Wahrscheinlichkeit, dadurch zu einem Jobangebot zu kommen, sollte man realistisch einschätzen: Die meisten Stellen werden nach einer Ausschreibung besetzt.
Gut aufgestellte Personalabteilungen haben einen Talentpool, in dem sie interessante Kandidaten einpflegen und für vakante Positionen berücksichtigen. Vielleicht macht sich die Initiativbewerbung also zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt.

Worauf achten Sie als erstes bei einer Bewerbung?

Bei der schriftlichen Bewerbung fällt mir zuerst ins Auge, ob sie strukturiert und übersichtlich aufbereitet ist; dann freue ich mich aufs Lesen. Wirkt der erste Eindruck unübersichtlich oder bemüht originell, starte ich die Durchsicht mit Skepsis.

Nehmen Sie sich zur Erstellung Ihres Anschreibens also Zeit und vertrauen Sie nur in den seltensten Fällen darauf, dass eine Vorlage zum Erfolg führt. Mit unseren professionellen Vorlagen bieten wir Ihnen einen leichten Einstieg für die optimale Bewerbung.

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Muster Bewerbung 2018

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