Mit dem Lebenslauf beeindrucken

Lass Deinen Lebenslauf für Dich sprechen

In der heutigen Zeit gibt es auf die meisten freien Stellen unzählige Bewerber. Da haben es die Personalchefs oft schwer den besten Bewerber zu finden und nicht selten kann ein vielversprechender Bewerber im Meer der Bewerbungen untergehen. Deswegen ist es wichtig, dass Dein Lebenslauf nicht nur vollständig ist, sondern auch so gestaltet, dass er sich von der Masse abhebt. Dabei solltest Du schon im Layout zwischen all den Bewerbungen hervorstechen und darauf achten, dass Dein Lebenslauf nicht nur rein tabellarisch ist, sondern sich durch Individualität hervorhebt.

So kann ein moderner Lebenslauf aussehen

Tabellarische Lebensläufe wurden früher oft nur auf einer bis maximal zwei Seiten, je nachdem wie viele Stationen es im Leben des betreffenden gab, verfasst worden. Dies ist auch heute noch bei vielen Menschen die Norm. Damit sich Deine Bewerbung abhebt, solltest Du in jedem Fall auch ein Deckblatt nutzen. Dieses sollte neben einem aktuellen Foto von Dir Deine persönlichen Daten, sowie eventuell, Deinen höchsten Bildungsabschluss oder Deinen Berufsabschluss enthalten. Hier kannst Du zusätzlich mit einem Design dafür sorgen, dass Dein Lebenslauf auch farblich schnell ins Auge sticht, wobei zu aufdringliche Farben wie Neontöne eher nicht verwendet werden sollten. Es lohnt sich auch, wenn Du guckst, ob der Betrieb, bei dem Du Dich bewirbst bestimmte Farben im Logo hat, denn auch die Verwendung dieser Farben für das Deckblatt bleiben dem Personalchef oft in Erinnerung. Ganz wichtig ist auch das Foto, welches Du für Deinen Lebenslauf nutzt. Dieses sollte am besten professionell gemacht worden sein, denn auch wenn Du auch dem letzten Selfie oder Urlaubsfoto besonders gut aussiehst, sind solche privaten Bilder bei einer Bewerbung unangebracht. Herren sollten sich auf dem Bild im Anzug präsentieren, während für Damen zum Beispiel ein Hosenanzug oder eine Kombination aus Bluse und Rock professionell wirkt. In der Regel sollte das Bild nicht mehr als Deinen Oberkörper zeigen, denn ein Ganzkörperfoto auf dem Deckblatt ist ebenfalls nicht angebracht. Letztlich solltest Du auch kein Passbild aus dem Automaten verwenden, denn diese sind zwar nach den Normen für Ausweise gemacht, lassen jedoch die meisten Menschen nicht sehr schmeichelhaft aussehen und Du willst Dich ja von Deiner besten Seite präsentieren. Daher ist die Investition in hochwertige Fotos für den Lebenslaufimmer gerechtfertigt, da diese ebenfalls dazu führen können, dass Du schneller Deinen Wunschberuf ausüben kannst. Wenn Du gerade arbeitssuchend bist, kannst Du auch Deinen Sachbearbeiter ansprechen, denn in der Regel übernimmt das Arbeitsamt auch die Kosten für neue Bilder, für Deine Bewerbungsmappe.

Achte darauf, nicht zu ausführlich zu werden

Wenn Du bereits viele Praktika gemacht hast, so ist dies natürlich gut, aber wenn diese Praktika nicht direkt in dem Feld, in dem Du Dich jetzt bewerben willst ausfallen, kannst Du diese auch als diverse Praktika für einen bestimmten Zeitraum zusammenfassen. Hast Du dagegen Praktika in dem Bereich gemacht, in dem Du nun arbeiten willst und hast auch gute Praktikumszeugnisse erhalten, so solltest Du diese in jedem Fall anführen, denn dies zeigt nicht nur Dein Interesse an einem bestimmten Berufsfeld, sondern lässt den Personalchef auch sehen, dass Du sehr engagierst, um an Dein berufliches Ziel zu gelangen. Ebenso solltest Du alles weglassen, was nicht für den Beruf entscheidend ist. Dies ist gerade bei Sprachkenntnissen der Fall, natürlich ist es in vielen Berufen toll, wenn Du neben Deutsch noch weitere Sprachkenntnisse mitbringst, jedoch sollten wirklich nur die Sprachen auf dem Lebenslauf stehen, die Du auch tatsächlich gesprächssicher anwenden kannst. Schulkenntnisse in Französisch oder Spanisch, die nicht über eine einfache Begrüßung und Vorstellung hinausgehen können also einfach weggelassen werden. Gleiches gilt auch bei Deinen EDV-Kenntnissen. Hast Du bereits mit speziellen Programmen gearbeitet und vielleicht sogar Zertifikate gesammelt, so gibt dies in jedem Fall an. Hast Du jedoch wenig Erfahrung mit Programmen wie Excel, so erwähne diese auch nicht in Deinem Lebenslauf, denn ansonsten wird bei Antritt der Stelle erwartet, dass Du diese tadellos beherrscht und eine Einarbeitung als nicht notwendig angesehen, was Dich vor Probleme stellen wird.

Auch Erfolge und Schwächen sollten sich in Deinem Lebenslauf widerspiegeln

Eine abgebrochene Ausbildung oder ein nicht beendetes Studium sollten nicht aus dem Lebenslauf gestrichen werden, denn wirst Du zum Interview eingeladen, wird die Lücke in Deinem Lebenslauf ohnehin angesprochen. Deswegen sollten Lücken oder nicht beendete Bildungswege in jedem Fall angeführt werden. Oftmals kannst Du diese schnell mit positiven Dingen, die für Dich sprechen wieder ausgleichen. Hast Du zum Beispiel ein Ehrenamt übernommen oder während Deines Studiums auch im Ausland studiert, so kann dies für Dich sprechen und sollte immer im Lebenslauf aufgeführt werden. Ebenso sollten Deine beruflichen Erfolge nicht fehlen. Hast Du zum Beispiel in Deinem vorherigen Job an besonderen Projekten gearbeitet, bist beruflich aufgrund Deiner Qualifikationen viel gereist oder hast andere besondere Fähigkeiten erworben, so sollten diese in jedem Fall genannt und genau beschrieben werden. Bewirbst Du Dich gerade nach der Ausbildung um einen Job, so solltest Du die Schwerpunkte in der Ausbildung, sowie Erfahrungen, die Du während verschiedener Praktika gesammelt hast angeführt werden. Ebenso kannst Du in diesem Fall Hobbys mit anführen, insofern diese einen Vorteil für den jeweiligen Job mit sich bringen.

Überlege immer, was Du dem Unternehmen bringst

Damit Deine Bewerbung erfolgreich verläuft, sollte Dein Lebenslauf immer so gestaltet sein, dass der Personalchef schnell sehen kann, welche Fähigkeiten Du mitbringst, die seinem Unternehmen weiterhelfen. Deswegen solltest Du nicht immer den gleichen Lebenslauf herausschicken, sondern Dich gezielt über das Unternehmen informieren und Deinen Lebenslauf entsprechend anpassen. Denn genau wie das Anschreiben, sollte auch der Rest Deiner Bewerbung immer so ausfallen, dass der Personalchef merkt, dass Du Dir wirklich Gedanken gemacht und Dich mit dem Unternehmen beschäftigt hast. Deswegen ist es in der heutigen oft nicht mehr der Bewerber, der die meisten Qualifikationen hat, sondern derjenige, der die ansprechendste Bewerbung hat, der zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Bei Unsicherheiten mit Deinen von Dir erstellten Unterlagen lohnt es sich außerdem, wenn Du diese, bevor Du sie abschickst, noch einmal von einem Bekannten oder Verwandten lesen lässt, denn manchmal sind es kleine Details, die geändert werden können und eine große Wirkung haben. Solltest Du bisher immer die gleichen Lebensläufe verschickt haben, so sei individuell und Du wirst merken, dass es sehr viel einfacher ist, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.