HR Manager: Viele verkaufen sich einfach unter Wert

HR Manager: Viele verkaufen sich einfach unter Wert

Die SodaStream GmbH mit Sitz in Limburg an der Lahn gehört zur internationalen SodaStream Gruppe, Weltmarktführer in der Herstellung und Vermarktung von Trinkwassersprudlern für den privaten Haushalt. Das Unternehmen brachte im Jahr 1994 den ersten Trinkwassersprudler auf den deutschen Markt und etablierte sich als führender Hersteller.  Die aktuelle Mitarbeiterzahl beläuft sich derzeit auf ca. 160 in Deutschland.

Dass bei diesem Unternehmen zwangsweise gute Mitarbeiter ihren Dienst verrichten, ist beim Wachstum der vergangenen Jahre eine logische Konsequenz. Grund genug für uns, ein kurzes Interview mit Randolf Ruf von Sodastream zu führen, einem der Human Resources Manager für die D-A-CH Region (Deutschland – Österreich – Schweiz). Er kann auf mehr als 16 Jahre Berufserfahrung im Bereich Personalwesen und Recruiting zurückblicken. Der Mann weiß also, worauf es bei einer guten Bewerbung und dem anschließenden Vorstellungsgespräch ankommt.

Anschreiben oder Lebenslauf – Was ist von höherer Bedeutung?

Ganz klar, das Anschreiben. Man merkt als Personaler schnell, ob das ein Standard-Schreiben ist, bei dem einfach nur die Adresse ausgetauscht wird (und oft ist selbst dann noch der Firmenname falsch geschrieben). Bewerbern Sie sich kurz und knackig auf die individuelle Stellenausschreibung.

Was muss in der Bewerbung sein?

Anschreiben, Kündigungsfrist, Gehaltswunsch, Lebenslauf, Zeugnisse

Bewerbungsmappen aus Papier oder Online?

lieber per Email 🙂

Bewerbungen – klassisch oder kreativ?

Wie so oft im Leben kommt es darauf an. Auch ein Buchhalter kann sich kreativ bewerben, bei Brand Managern gehört das fast zum guten Ton. Wichtig: Eine Bewerbung muss zum Bewerber als auch zum Unternehmen passen – alles andere ist aufgesetzt.

Lebenslauf – chronologisch oder thematisch?

Chronologisch – das erleichtert beim Lesen

Gehaltsvorstellungen angeben – ja oder nein?

ja – so können Rückfragen oder Überraschungen im Recruiting-Prozess vermieden werden

Googlen Sie Kandidaten?

Natürlich. In Zeiten von Xing sehe ich hierbei auch kein Problem.

Wie können Bewerber im Gespräch punkten?

Mit Offenheit. Ich mag Gespräche, die Spaß machen, bei denen ich etwas über den Bewerber erfahre. Wenn ich dem Bewerber alles aus der Nase kitzeln muss, wird es mühsam.

Intuitivbewerbung – ein gern gesehenes Mittel?

Bei mir leider nein – mehr administrativer Aufwand.

Worauf achten Sie als erstes bei einer Bewerbung?

Ob der Firmenname und der Ansprechpatner korrekt geschrieben sind.

Generell gesprochen, ist gerade im der Lebenslauf oftmals das Haar in der Suppe, so Ruf:

Insgesamt stelle ich immer wieder Defizite im Bereich der Lebensläufe fest, hier können Bewerber noch viel besser werden – viele verkaufen sich einfach unter Wert.

Nehmen Sie sich zur Erstellung Ihres Anschreibens also Zeit und vertrauen Sie nur in den seltensten Fällen darauf, dass eine Vorlage zum Erfolg führt. Mit unseren tollen Vorlagen bieten wir Ihnen einen leichten Einstieg für die optimale Bewerbung.